Was ist Showhypnose?
In Veranstaltungen, bei denen eine Showhypnose, die auch Varieté- oder Bühnenhypnose genannt wird, stattfindet, werden Personen zur Unterhaltung des Publikums durch einen Hypnotiseur in Hypnose versetzt. Dabei bietet sich die Möglichkeit die Versuchspersonen in eine solch tiefe Trance zu versetzen, dass Erscheinungen, wie Halluzinationen entstehen können. Das setzt allerdings voraus, dass sich eine freiwillige Person entschlossen vor Publikum in Hypnose versetzen lässt. Natürlich besteht eine Unsicherheit in der Glaubwürdigkeit um die Intensität der Trance, die von Testpersonen mit schauspielerischem Können durchaus gespielt sein kann. Hier kommt es auf das Anliegen des Hypnotiseurs an, was er mit seiner Vorführung erreichen will. Es liegt in seiner Entscheidung, reale oder gespielte (oder beide) Hypnose zu zeigen. Allerdings können schwere Schäden und Verletzungen entstehen, wenn ein verantwortungsloser Hypnotiseur in leichtsinniger Weise mit seinen Freiwilligen umgeht. Ein Risiko besteht bei der Anwendung von Suggestionen bei Allergikern oder Menschen mit versteckten Ängsten, die negative Folgen haben können. Auch die unvollständige Rücknahme von Suggestionen aus Vergesslichkeit des Hypnotiseurs oder mangelnder Kooperation der Testperson ist gefährlich. Gefahr bringt auch die Anwendung der sog. Kataleptischen Brücke, bei der durch das wegsuggerieren von Schmerzen schwere Verletzungen entstehen können, wenn diese nicht rechtzeitig durch ärztliche Behandlung beseitigt werden. Verdrängte traumatische Erinnerungen an Lähmungen oder Krämpfe können durch Katalepsie wachgerufen werden und seelische Schäden auslösen. Aus dieser Erfahrung steht man in vielen Ländern dieser Art von Hypnose kritisch gegenüber. Inzwischen haben einige Länder mit einem Verbot reagiert. Erlaubt ist sie weiterhin in Österreich und Deutschland. Trotz einiger „schwarzen Schafe“ gibt es durchaus auch Hypnotiseure, die neben ihrer Arbeit als Therapeuten die Showhypnose betreiben. Aber mit dem Hintergrund ihre Vorstellungen mit rationaler Ernsthaftigkeit zu gestalten, aufzuklären und dabei ohne schädigende oder erniedrigende Suggestionen zurechtkommen.